EIN MÄDCHEN DIESER ERDE
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EIN MÄDCHEN DIESER ERDE

Die Geschichte, das Glück und das Unglück, die Freude und das Elend des Kindes im Film
 
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 Musik in UKF

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Roberta

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BeitragThema: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Feb 25, 2021 3:05 pm

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Fast in jedem Gottesdienst singen die Einwohner von Walnut Grove das Lied "Bringing in the Sheaves".
Es geht im Text um die Aussaat bei Wind und Wetter und um die Hoffnung, eines Tages freudig die Garben* einzubringen.
Ich finde das eine sehr passende Wahl für eine Serien-Gemeinde, die größtenteils aus Farmern besteht.

Das Lied wurde 1874 von Knowles Shaw, einem Erweckungsprediger, geschrieben und erstmals in seinem Liederbuch "The Golden Gate" veröffentlicht. Inspiriert wurde er durch den 126. Pslam in der Bibel. (Aus diesem Psalm stammt auch der ziemlich bekannte Spruch: "Die unter Tränen säen werden in Freuden ernten")

Knowles Shaw wurde 1834 in Ohio geboren und wuchs in Indiana auf. In seiner Jugend war er mit seiner Geige der Mittelpunkt jeder geselligen Runde, bis er eines Tages die Religion für sich entdeckte. Mit der Zeit erlangte er als reisender Prediger einige Berühmtheit, bevor er 1878 bei einem Zugunglück in Texas ums Leben kam. Wer blumige Texte aus dem 19. Jahrhundert mag, kann [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die Biographie "The Singing Evangelist" auf englisch lesen. (Das Bild oben stammt aus diesem Buch)

Um 1880 wurde "Bringing in the Sheaves" vom Komponisten George Austin Minor überarbeitet und erhielt dabei die bis heute bekannte Melodie.

George Minor wurde 1845 in Virginia geboren und erhielt dort eine militärische Ausbildung. Während des amerikanischen Bürgerkrieges diente er in der Marine der Südstaaten, die den Krieg bekanntlich verloren haben. Danach beendete er seine militärische Laufbahn und wandte sich der Musik zu. Er wurde Gesangslehrer, veröffentlichte mehrere christliche Liederbücher und gründete mit einem Partner ein Unternehmen, das Klaviere und Orgeln herstellte. George Minor starb 1904.

In UKF singen die Gottesdienstbesucher immer die neue Melodie von Minor, obwohl es die erst ab etwa der Zeit der 6. Staffel gab.
Aber es wäre wohl übertrieben kleinlich, darin eine Gurke zu sehen. Als UKF gedreht wurde, war die Version von Knowles Shaw schon für viele Jahrzehnte in Vergessenheit geraten.

In LIWs UKF-Büchern werden zwar über 120 Lieder erwähnt, "Bringing in the Sheaves" ist aber nicht dabei.


Wer mag, kann [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die Noten der Original-Fassung von Knowles Shaw ansehen und [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die Noten der Melodie von George Minor.

Und hier ist noch ein Video mit Text zum Mitsingen:




* Für moderne Stadtkinder: Garben sind Getreidebündel.
Bei der Ernte wurde das Getreide früher - oder heute noch da, wo keine Mähdrescher eingesetzt werden können - zuerst gemäht. Die Halme wurden dann zu Garben zusammengebunden und in Gruppen mit den Ähren nach oben auf dem Feld zum Trocknen aufgestellt. Nach ein paar Tagen wurden die Garben eingefahren und später gedroschen.
Ich kenne das noch aus meiner Kindheit von unserem eigenen kleinen Getreidefeld. Damals war das Getreide auch noch höher, und wir Kinder konnten prima in den Stiegen, die wie kleine Zelte aussahen, spielen.

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Das Foto habe ich mal in unserem Freilichtmuseum gemacht, wo jedes Jahr alte Erntetechniken vorgeführt werden.


P.S.
Falls jemandem der Beitrag bekannt vorkommt: Den hatte ich schonmal in einem anderen Forum gepostet.


Zuletzt von Roberta am Fr März 26, 2021 1:06 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Bilder neu verlinkt)
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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Feb 25, 2021 3:29 pm

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Als die Bewohner in der Folge "Das Ende von Walnut Grove" die zerstörte Stadt verlassen, stimmt Reverend Alden das Lied "Onward Christian Soldiers" (Vorwärts, Christi Streiter) an.

Das Kirchenlied stammt aus England und handelt davon, dass die Christenheit wie eine Armee geschlossen in den Kampf gegen das Böse zieht und am Ende den Krieg gegen die Truppen des Teufels gewinnen wird.

Wer beim Hören spontan an die Heilsarmee denkt, liegt damit nicht verkehrt.

Angefangen hat es etwa 1864, als der anglikanische Geistliche Sabine Baring-Gould, der damals Lehrer in einem Jungen-Internat im englischen Sussex war, ein Lied für eine Pfingstprozession seiner Schüler suchte. Als er nichts passendes fand, dichtete er kurzerhand selbst eins. Der Text wurde in einer Kirchenzeitung veröffentlicht, fand aber keine große Beachtung.

Das änderte sich 1871, als der Komponist Arthur Sullivan die heute bekannte Melodie dazu schrieb. Das neu vertonte Lied erfreute sich wachsender Beliebtheit, besonders bei der militärisch organisierten Heilsarmee.
Die in England gegründete Heilsarmee war ab Ende der 1870er Jahre zunehmend international aktiv, so dass "Onward Christian Soldiers" bald in aller Welt gesungen wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg und verstärkt ab den friedensbewegten 1960er Jahren verlor das Lied seine ursprüngliche Popularität. Es findet sich aber immer noch in den Liederbüchern einiger Kirchengemeinschaften, insbesondere in den USA und natürlich bei der Heilsarmee.

Hier ist ein Video mit Text, falls jemand mitsingen möchte:



So weit, so unspektakulär.

Für uns UKF-Fans gibt es aber noch ein kleines Schmankerl:

Sabine Baring-Gould - im Bild oben übrigens der Herr links - hat nicht nur Kirchenlieder geschrieben, er war auch ein sehr produktiver Autor. Neben religiösen Texten, Kurzgeschichten, Romanen, Reisebeschreibungen und Sammlungen von Märchen und Volksliedern schrieb er auch Bücher über mythologische und okkulte Themen.
Bemerkenswert ist seine Abhandlung "The Book of Were-Wolves: Being an Account of a Terrible Superstition" (Das Buch der Werwölfe: Ein Bericht über einen furchtbaren Aberglauben), die 1865 erschien und heute noch als ein Standardwerk gilt.

Werwölfe? Da war doch was, bei UKF...

Tatsächlich: In der Folge "Der Werwolf von Walnut Grove" stellt Eliza Jane ihren Schülern ein Buch über Werwölfe vor. Albert und Laura benutzen es als Vorlage, um den rüpelhaften Bart Slater zu erschrecken.
Auf dem in der Serie gezeigten Buch steht zwar der Titel "Werewolf", aber Eliza Jane nennt den Autor: Sabine Baring-Gould.

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Wer also wissen möchte, was Albert und Laura in der UKF-Folge gelesen haben, kann [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] auf englisch in "The Book of Were-Wolves" schmökern.

Viel Spaß!
Ich für meinen Teil hatte jede Menge davon bei dieser unerwarteten Entdeckung.


P.S.
Falls jemandem der Beitrag bekannt vorkommt: Den hatte ich schonmal in einem anderen Forum gepostet.


Zuletzt von Roberta am Fr März 26, 2021 1:08 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bilder neu verlinkt)
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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Feb 25, 2021 4:35 pm

Die Filmmusik von David Rose gefaellt mir besser.  

Wenn ich "Vorwaerts, Christi Streiter" hoere, denke ich immer wieder an die Religionskaempfe. Bleibt mir fern davon!

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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Feb 25, 2021 6:05 pm

Lieben Dank für deine Mühe, Roberta. dankeschön  Sehr interessant. nicken
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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDi März 02, 2021 2:46 am

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In der Folge "Tobys Romanze" singt Toby Noe vor dem Haus der strengen Amanda Cooper das Lied "Beautiful Dreamer".  Das nächtliche Ständchen hat allerdings nicht die gewünschte Wirkung auf seine Angebetete. Später in der Folge wird das Lied beim Scheunentanz gespielt, wo Amanda und Toby doch noch zueinander finden.
Das Lied ist auch am Ende der Folge "Mit sechzehn fängt das Leben an" zu hören, als Lauras und Almanzo als frisch gebackenes Liebespaar auf dem Wohltätigkeitsfest tanzen.

"Beautiful Dreamer" wurde etwa 1862 von Stephen Collins Foster geschrieben, aber erst nach seinem Tod 1864 veröffentlicht.
Im Text richtet sich ein Poet an eine "schöne Träumende" - vielleicht seine Muse? - und lädt sie ein, mit ihm in eine heile Phantasie-Welt zu kommen, in der die Sorgen und Nöte des Alltags verschwunden sind und Meerjungfrauen im Morgennebel singen...
Wer mag, kann sich [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die Notenblätter von "Beautiful Dreamer" ansehen.
Und hier gibt es noch ein Video mit Text zum Mitsingen:




Obwohl Stephen Foster schon zu Lebzeiten eine Berühmtheit war und seine Lieder heute noch gesungen werden, sind die Informationen über sein Leben sehr lückenhaft.
Stephen Collins Foster wurde 1826 geboren und wuchs in der Nähe von Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania auf. Er interessierte sich bereits in jungen Jahren sehr für Musik und komponierte erste Stücke, trotzdem wurde Foster zunächst Buchhalter in der Firma seines Bruders. Dort blieb er aber nur knapp 3 Jahre.
1849 hing er die Buchhaltung an den Nagel und verdiente seinen Lebensunterhalt fortan mit dem Schreiben von Liedern. Damit war er der erste hauptberufliche Komponist in den USA.

Stephen Foster schrieb zahlreiche Liebeslieder und Balladen. Den größten Erfolg hatte er jedoch mit Liedern, die er für Blackface Minstrel Shows schrieb. Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese rassistischen Unterhaltungsprogramme äußerst beliebt. In ihnen traten Weiße mit dunkel geschminktem Clownsgesichtern als tölpelhafte, naiv-fröhliche Schwarze auf. LIW beschreibt so eine Minstrel Show mit Pa als einem der Darsteller in ihrem Buch "Kleine Stadt in der Prärie".

Um 1855 war Stephen Foster einer der populärsten Komponisten in den USA. Doch dann ging es mit ihm bergab. Seine Ehe war unglücklich, seine Eltern starben innerhalb kurzer Zeit, er schrieb einige Jahre lang kaum noch neue Stücke und hatte immer öfter Geldsorgen.  
1860 zog er nach New York - vermutlich endgültig getrennt von seiner Ehefrau. Die Jahre in New York waren zwar seine produktivsten, er erreichte jedoch nicht mehr Qualität seiner frühen Jahre. "Beautiful Dreamer" gilt als die einzige Ausnahme.
1864 starb Stephen Foster - scheinbar völlig verarmt - im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen eines Sturzes, bei dem er sich eine tiefe Schnittwunde am Hals zugezogen hatte.
Sein Werk umfasst etwa 280 Lieder und Musikstücke. Trotz aller Kontroversen über seine rassistischen Minstrel-Songs gilt er noch immer als Vater der amerikanischen Musik.

Für diejenigen unter Euch, die mehr über das Leben von Stephen Foster erfahren möchten, hier noch zwei Links zu kostenlosen Büchern:

  • [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], eine Biographie mit zahlreichen Fotos


  • [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] von seinem Bruder Morrison Foster



"Beautiful Dreamer" ist nicht das einzige Lied von Stephen Foster, das in der Serie zu hören ist.    


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In der Folge "Ein Welpe für Andy" sitzen Andy, Laura, Mary und Carrie in der Scheune fest, während das Rudel verwilderter Hunde die Ingalls-Farm angreift. Als die Kinder beschließen, ihre Angst durch Gesang zu vertreiben, schlägt Andy das Lied "Oh Susanna" vor.

"Oh Susanna" ist wahrscheinlich das bekannteste Lied von Stephen Foster. Er schrieb es etwa 1846, als er noch Buchhalter bei seinem Bruder in Cincinati, Ohio, war. Dort verkaufte es sowohl an Minstrel-Shows als auch 1848 an einen Verleger.
Das Lied wurde über Nacht ein Hit. Fast jede Minstrel-Truppe in den USA hatte "Oh Susanna" im Programm, und es wurden über 100.000 Notenblätter verkauft - eine unvorstellbare Menge für die damalige Zeit.
Stephen Foster hatte für "Oh Susanna" gerade mal 100$ bekommen - eine lächerliche Summe im Vergleich zu den Gewinnen, die andere mit seinem Lied gemacht haben, aber letztlich ermöglichte ihm das den Start in seinen Traumberuf als Komponist.

Von "Oh Susanna" kursierten bald verschiedene Versionen. Das Bild oben stammt übrigens von einem Einblattdruck mit Fosters Liedtext von 1848. Wer mag, kann [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die ganze Seite ansehen.
Als 1849 der Goldrausch in Californien ausbrach, wurde "Oh Susanna" mit angepasstem Text (I'm going to California with a washpan on my knee) zur inoffiziellen Hymne der Goldsucher. In LIWs Büchern singt Pa mehrmals die California-Version von "Oh Susanna".
In modernen Varianten wurden vor allem die rassistischen Textpassagen geändert.
Hier eine Version, die man guten Gewissens mitsingen kann:




P.S.
Eigentlich wollte ich das Thema Stephen Foster behandeln, ohne politisch zu werden, aber ganz schaffe ich es doch nicht:
Bei der Suche nach einem geeigneten Video zu "Oh Susanna" ist mir aufgefallen, dass in den letzten Jahren bei youtube viele Videos mit Fosters Originaltext hochgeladen wurden - oft mit Erläuterungen versehen, die auf eine extrem rechte politische Haltung schließen lassen.
Das finde ich sowas von  mund !!!
Ich hoffe wirklich, dass der Knallkopf, der vier Jahre lang vom Weißen Haus aus diese Geisteshaltung offen gefördert hat, für seine Handlungen zur Verantwortung gezogen wird!
So, das musste ich mal loswerden.


Zuletzt von Roberta am Fr März 26, 2021 1:12 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bilder neu verlinkt)
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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyMi März 03, 2021 4:47 pm

Das ist alles erst noch der Anfang, Roberta!

Meine Gedanken hierzu passen nicht in deinen Musik Thread. Darum verlege ich das hierhin:

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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyMi März 24, 2021 5:01 pm

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Am Anfang der Folge Die Geburtstagsfeier sieht man Maddie Alder, die Freundin und Mitbewohnerin von Amy Hearn, im Haus der Familie Ingalls mit Mary, Laura und Carrie musizieren.
Das Instrument, das Maddie in dieser Szene spielt, ist eine Autoharp (Autoharfe). In Deutschland war sie als Akkord- oder Volkszither bekannt, ist aber heute fast völlig in Vergessenheit geraten. In den USA wird die Autoharp dagegen nach wie vor in der Folk- und Countrymusik verwendet.

In der UKF-Folge kann man gut erkennen, wie eine Autoharp gespielt wird: Maddie drückt mit einer Hand auf die Tasten und mit der anderen Hand streicht sie - wie bei einer Gitarre - über die Saiten.
Was man nicht sieht: Auf der Unterseite der Tasten befinden sich unterschiedlich angeordnete Filzpolster. Jede Taste steht für einen bestimmten Akkord. Wird die Taste gedrückt, dämpfen die Polster alle Saiten, die nicht für den angeschlagenen Akkord benötigt werden.    

Die Geschichte der Autoharp ist etwas verwirrend. Schuld daran ist das Marketing des Instrumentenbauers Charles F. Zimmermann aus Philadelphia.
Geboren wurde er 1817 als Carl Friedrich Zimmermann in Morgenröthe im Vogtland. (Falls Euch der Ort irgendwie bekannt vorkommt: Morgenröthe ist ein Ortsteil von Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort von Sigmund Jähn.)
Bevor Carl Zimmermann 1864 in die USA auswanderte, hatte er im erzgebirgischen Carlsfeld eine Fabrik, in der Harmonikas produziert wurden.

Zimmermann ließ sich 1882 unter der Bezeichnung Autoharp eine Vorrichtung für Zithern [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], die bestimmte Seiten stummschalten konnte.
Das Musikinstrument, das er ab 1885 erfolgreich mit Verweis auf sein Patent als Autoharp verkaufte, hatte jedoch nichts mit dem Gerät in seinem Patent zu tun - weder technisch noch vom Aussehen her.

Tatsächlich wurde das Instrument, das als Zimmermanns Autoharp bekannt wurde, Anfang der 1880er Jahre von Karl August Gütter (geb. 1823) aus Markneukirchen in Sachsen erfunden.  
Bekannt ist, dass Gütter die Rechte an seiner Volkszither 1883 an den Musikhändler Herman Lindemann in Klingenthal verkaufte. Im gleichen Jahr wurde außerdem unter Gütters Namen in Großbritannien ein Patent für das Instrument ausgestellt.
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Charles Zimmermann eine Lizenz für die Produktion der Volkszither hatte, als er sie unter dem Namen seiner Erfindung auf den amerikanischen Markt brachte. Vielleicht ein dreister Fall von Produktpiraterie?

Eine UKF-Gurke ist es auf jeden Fall, denn in den 1870er Jahren, in denen die Folge spielt, war die Volkszither / Autoharp noch gar nicht erfunden.

Doch genug der Theorie.
Hier könnt Ihr Maybelle Carter, der Königin der Autoharp (und Schwiegermutter von Johny Cash), beim Spielen zusehen:

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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptySo März 28, 2021 4:37 pm

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Das erste Lied, das Maddie Alder am Anfang der Folge Die Geburtstagsfeier zusammen mit Laura, Mary und Carrie singt, ist Go Tell Aunt Rhody. Es handelt von einer alten grauen Gans, die gestorben ist. Laura mag kein Lied über den Tod singen, deshalb hören sie schon nach der ersten Strophe wieder auf.

Go Tell Aunt Rhody ist ein Volkslied, das zu UKF-Zeiten jedes Kind kannte.
Bevor man im 20. Jahrhundert begann, Volkslieder zu sammeln und aufzuzeichnen, wurde es scheinbar immer nur mündlich weitergegeben. So entstanden unzählige Text-Varianten.

Meist heißt die Tante Rhody oder Nancy, es gibt aber auch Tante Abbie, Dinah, Tabby, Sally, Pheebie oder Mandy. Und das sind nur die häufigsten Namen.
Auch die Umstände, unter denen die arme Gans ums Leben kam, sind ganz verschieden.
In der heute am weitesten verbreiteten Fassung starb sie, als sie im Mühlteich auf dem Kopf stand. Manchmal hatte sie auch Kopf- oder Zahnschmerzen, versuchte, einen Kohlkopf zu fressen oder ein Holzei auszubrüten.
Andere Versionen sind nicht ganz so kindgerecht. Im Süden der USA verfing sie sich beim Schwimmen mit dem Fuß in den Wasserpflanzen, und eine [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]. In einer anderen Variante heißt es sogar, John Brown hätte ihr [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] - wahrscheinlich eine Anspielung auf den berühmten [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können].
Bei allen Unterschieden haben die Lieder jedoch eines gemeinsam: Die Gans der Tante ist immer alt und immer grau.

Die Melodie von Go Tell Aunt Rhody wird gemeinhin auf den Schriftsteller, Philosophen und Komponisten [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] zurückgeführt. Im Bild ist er oben rechts zu sehen.
In seiner 1752 uraufgeführten Oper Le devin du village (Der Dorfwahrsager) gibt es eine Szene, in der zur - noch sehr barocken - Aunt-Rhody-Melodie getanzt wird:


Die eingängige Musik, zu der Rousseau wohl durch Theatervorführungen auf Pariser Jahrmärkten inspiriert wurde, war bald darauf in vielen Ländern Europas beliebt. 1812 bearbeitete der britische Pianist und Komponist Johann Baptist Cramer die Melodie und publizierte sie unter dem Titel Rousseau's Dream. Cramers Klavierstück wurde auch in Amerika gedruckt. Wer mag, kann sich [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die Noten ansehen.
Weiter vereinfacht wurde die Melodie - nun Greenville betitelt - in Gesangbüchern für verschiedene Kirchenlieder verwendet. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] und [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] sind Beispiele dafür.


Auch wenn sich nicht mehr nachvollziehen lässt, wann und wo Go Tell Aunt Rhody erstmals gesungen wurde, so scheint es doch um 1860 bereits allgemein bekannt gewesen zu sein. Das Lied wird in zahlreichen Büchern und Berichten erwähnt. Zwei Geschichten finde ich besonders bemerkenswert:

In den 1930er Jahren wurden im Rahmen des [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] u. a. ehemalige Sklaven interviewt. Eine der Personen, deren Erinnerungen aufgezeichnet wurden, war Tempie Cummings aus Texas (im Bild oben links zu sehen). Wohl vor oder während des Bürgerkrieges als Tochter von Sklaven geboren, kam sie als Achtjährige zu einer weißen Familie, wo sie die Hausherrin bedienen und sich um die Kinder kümmern musste. Nach Liedern gefragt, die von den Sklaven bei der Arbeit gesungen wurden, konnte sie sich nur noch an das erinnern, mit dem sie die Kinder ihrer Herrschaft in den Schlaf zu singen pflegte: "Go tell Aunty Nancy, Go tell Aunt Nancy, Go tell Aunt Nancy, Her ol' gray goose is dead. D' one she was savin' D' one she was savin' D' one she was savin' T' mek a feather bed."
Was für ein Gegensatz zu ihrer eigenen Kindheit, in der sie von ihrem Besitzer blutig geschlagen wurde, auf einem Lattenrost auf dem Fußboden schlief, die verschlissenen Kleider der weißen Kinder trug, bis sie ihr buchstäblich vom Leibe fielen, und sich von den Essensresten ihrer Besitzer ernährte.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] könnt Ihr Tempie Cummings' Erinnerungen in ihren eigenen Worten lesen.

Eine humorvolle Geschichte stammt von James Clark, der im amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Union kämpfte und 1865 eine [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] veröffentlichte.
Er berichtet darin vom Neujahrstag 1862 in seinem Camp. Alle freuten sich, weil die verspäteten Weihnachtspakete, -kisten und -fässer aus der Heimat endlich angekommen waren. Allerdings waren die für ein zünftiges Festessen mitgeschickten Truthähne, Gänse und Hühnchen auf dem Transportweg verschimmelt und ungenießbar geworden.
Die Soldaten beschlossen, dem Verlust mit Humor zu begegnen und das verdorbene Geflügel mit allen militärischen Ehren zu bestatten. Es gab einen Trauerzug durch das Camp, angeführt vom Trommler, der langsam den Trauermarsch schlug. Ihm folgte eine Kompanie Soldaten mit gesenkten Waffen. Der verhüllte Sarg wurde von vier Soldaten getragen. Ihm folgten die Totengräber mit geschulterten Schaufeln und eine Reihe Trauergäste, die ihrem Tränenfluß mit Zwiebeln an den Augen nachhalfen. Nachdem der Sarg ins Grab gesenkt und begraben war, sangen alle "Go tell Aunt Nabby, Go tell Aunt Nabby, Go tell Aunt Nabby, Her old grey goose is dead. One she's been saving. One she's been saving, One she's been saving, To make a feather bed". Auf die bei einem Millitärbegräbnis üblichen Salutschüsse wurde jedoch verzichtet, um die Soldaten im nahegelegenen Fort nicht zu erschrecken. Clark zufolge hatten - bis auf einige engstirnige Offiziere - alle im Camp einen Riesenspaß dabei.
Im Bild ist unten rechts eine Zeichnung von 1861 zu sehen, die Unionssoldaten beim Auspacken ihrer Weihnachtskisten zeigt - inklusive Geflügel.


Damit Ihr nächstesmal, wenn Ihr die UKF-Folge anseht, mit Maddie, Laura, Mary und Carrie gemeinsam singen könnt, gibt es jetzt noch ein Video von Go Tell Aunt Rhody zum Üben.
Viel Spaß!

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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptySo März 28, 2021 11:02 pm

Die arme Gans musste ja allerhand mitmachen. Shocked

Vielen Dank für deine interessanten Geschichten, Roberta. Was du so alles ausgräbst....sagenhaft. dankeschön
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Old Rein
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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyMo März 29, 2021 8:33 pm

Sagenhaft ist richtig! So eine Autoharp kannte ich bis heute auch noch nicht. Wenn ich manchmal Country gucke, dann sehe ich das Instrument heute aber auch nicht mehr. Es wird wohl so gut wie garnicht mehr gespielt. Und so dolle klang es ja auch nicht.

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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Apr 01, 2021 1:29 pm

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Das letzte Lied, das Maddie Alder in der Folge Die Geburtstagsfeier mit Laura, Mary und Carrie singt, ist Going to Boston.

Die fast 80jährige Maddie könnte das Lied in ihrer Jugend auf einer sogenannten Play-Party kennengelernt haben.
Play-Parties waren noch bis ins 20. Jahrhundert hinein eine typisch ländliche Alternative zu Tanzveranstaltungen, zum Beispiel wenn es in abgelegenen Gegenden keine Musiker oder Musikinstrumente gab. Auch religiöse Gründe spielten eine Rolle. In manchen Gemeinschaften galten Tanzvergnügen als gefährliche Versuchung oder gar Sünde und waren deshalb verboten. Die strengen Regeln erlaubten aber, dass sich die jungen Leute zu gemeinsamen Spielen trafen. Die Spiele bei den Play-Parties waren eine Art Ringelreihen für Fortgeschrittene: Im Rhythmus von Gesang und Klatschen wurden vorgegebene Schritte, Hüpfer, Schwünge, Verbeugungen etc. durchgeführt. Die Grenze zwischen Spiel und Tanz war dabei durchaus fließend.
Die Texte der Lieder spielten eigentlich keine Rolle. Sie waren in der Regel sehr schlicht, manchmal lustig oder enthielten Anweisungen für die auszuführenden Bewegungen. Nach einer Bedeutung oder der Herkunft wurde nicht gefragt.

Going to Boston ist ein gutes Beispiel dafür:


Die Geschichte der Melodie läßt sich bis nach Irland in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Dort sang man das gälische Lied Oro! Se Do Bheatha Bhaile (Oh, willkommen zu Hause), ein [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] und den Jacobiteraufstand.
Kleiner Exkurs in die britische Geschichte: Charles Edward Stuart war der Enkel von König James II von England und Irland / VII von Schottland. König James aus dem Hause Stuart war Katholik und wurde 1688 abgesetzt. Charles, der als Bonnie Prince Charlie bekannt wurde, sah sich als legitimer Thronerbe und versuchte im Jacobiteraufstand von 1745, den Thron zurückzuerobern. Die katholischen Iren unterstützen sein Vorhaben, das aber fehlschlug.

Oro! Se Do Bheatha Bhaile wird heute noch gesungen, allerdings nicht mehr mit dem jacobitischen Text. Im Video ist die ursprüngliche altgälische Version aus dem 18. Jahrhundert zu hören. (Es war die einzige Aufnahme, die ich davon finden konnte. Moderne Fassungen gibt es in einem anderen [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] hier im Forum)


Vermutlich gelangte das Lied mit irischen Seeleuten auf britische Schiffe, wo es zum Seemannslied The Drunken Sailor umgedichtet wurde. Im Laufe der Zeit hat sich der Shanty zwar von seinen musikalischen Wurzeln entfernt, aber die Frage ist auch heute noch: What shall we do with a drunken sailor? Shanties waren Arbeitslieder. Sie halfen insbesondere den Seeleuten auf großen Segelschiffen, ihre Bewegungsabläufe zu koordinieren und im Takt zusammenzuarbeiten. Es gab verschiedene Lieder für die unterschiedlichen Aufgaben an Bord. Von The Drunken Sailor ist [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], dass es beim Hochziehen der Rahen (das sind die Querstangen, an denen die großen rechteckigen Segel hängen) gesungen wurde.

Die Noten von The Drunken Sailor wurden erstmals 1824 in einer Sammlung von Cotillons in den USA herausgegeben. Wer mag, kann sie sich [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] ansehen. Schon in der [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] war der betrunkene Seemann aus dem Titel des Musikstücks verschwunden. Es hieß jetzt Columbus (zu finden auf Seite 4 des Notenheftes).


Der Cotillon ist ein Kontratanz aus Frankreich, bei dem sich die Tanzpaare zunächst gegenüberstehen und dann in verschiedenen Gruppierungen komplizierte Figuren tanzen. Der Name stammt vom französischen Begriff für Unterrock, und man darf vermuten, dass das Kleidungsstück beim Tanzen hier und da zum Vorschein kam. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eroberte der Cotillon die Salons und Ballsäle Europas und Amerikas. Immer weiter angereichert mit neckischen Spielen, dem wechselseitigen Verschenken von Blumen und anderen Überraschungen war er bis ins 20. Jahrhundert hinein der Höhepunkt der Tanzveranstaltungen. Irgendwann wurden die immer komplexeren Bewegungsabläufe von einem Ansager ausgerufen.    
In den USA hat der Cotillon als Square Dance bis heute überlebt.

Vom Tanzsaal zur Play-Party war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Natürlich passte der Text von The Drunken Sailor nicht zu einem Play-Party-Lied auf dem Lande, aber die Verwandtschaft zwischen Going to Boston und dem Seemannslied ist noch gut zu erkennen:

Goodbye girls, I’m going to Boston,
Goodbye girls, I’m going to Boston,
Goodbye girls, I’m going to Boston,
Ear-lye in the morning.
_____What shall we do with a drunken sailor,
What shall we do with a drunken sailor,
What shall we do with a drunken sailor,
Early in the morning?


Genug der Theorie, jetzt werden die Beine geschwungen!
In dem Video mit der Volkskundlerin Anndrena Belcher könnt ihr nach einer kurzen Einleitung (2:16 min) lernen, wie man Going to Boston tanzt. In den letzten 10 Minuten gibt es ein Interview mit der Folksängerin [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können], in dem sie über die ihre eigenen Kindheitserfahrungen mit Play-Parties spricht.


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BeitragThema: Re: Musik in UKF   Musik in UKF EmptyDo Apr 01, 2021 2:52 pm

Dank der Folksaengerin kann ich GOING TO BOSTON jetzt auch tanzen.
Wer will mein Partner sein?

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