EIN MÄDCHEN DIESER ERDE

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Die Geschichte, das Glück und das Unglück, die Freude und das Elend des Kindes im Film
 
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 ! Achtung Spoiler ! - Buchbeschreibung / Antworten zum Film /DVD - Cover

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Birgit
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BeitragThema: ! Achtung Spoiler ! - Buchbeschreibung / Antworten zum Film /DVD - Cover   So Apr 01, 2018 11:09 pm

Buchbeschreibung zum besseren Verständnis zum Film :


Kapitel 1

Der Pförtner findet am 18.8.1933 einen ausgesetzten Säugling vor dem Krankenhaus von Steyr. Das Kind wird wegen seiner dunklen Haut für ein Roma-Mädchen gehalten. Eine Frau, die sich als Anna Adlersburg ausgibt, fragt einige Tage später telefonisch nach ihrer Tochter Sidonie. Dabei gibt sie ihren Aufenthaltsort nicht preis. Als die Nachforschungen des Jugendamtes ohne Ergebnis bleiben, kommt Sidonie zu einer Pflegemutter. Diese bringt das Mädchen zurück, weil ihr Mann kein Roma-Kind aufziehen will.

Kapitel 2

In Steyr sind viele Fabriken stillgelegt worden. Der Schleifer Hans Breirather aus der Nachbargemeinde Sierning-Letten gehört zu den wenigen, die noch Arbeit haben. Er ist Sozialdemokrat und Ortsgruppenleiter des verbotenen Republikanischen Schutzbundes. Er wird verraten und kommt in Untersuchungshaft. Bis zum Urteil setzt man ihn wieder auf freien Fuß. Am Tag seiner Haftentlassung holt seine Frau Josefa Sidonie vom Jugendamt ab. Hans und Josefa haben nur einen Sohn, Manfred. Sie haben sich schon lange ein Pflegekind gewünscht und sorgen hingebungsvoll für die kränkliche Sidonie. Sidonies Rachitis heilt aus.


Kapitel 3

Am 12.2.1934 will Hans im Kreisgefängnis in Steyr seine Strafe antreten. Unterwegs schließt er sich aufständischen Arbeitern an, die sich Gefechte mit der Polizei liefern. Der Aufstand wird niedergeschlagen und Hans zu 18 Monaten Haft verurteilt. Josefa bringt die Kinder unter großen Anstrengungen allein durch. Auf Druck des Gefängnisseelsorgers tritt Hans in die Kirche ein; im Gefängnis holt er die kirchliche Trauung mit Josefa nach.


Kapitel 4

Im März 1935 wird Hans vorzeitig entlassen. Ein Jahr später findet er wieder Arbeit als Schleifer. Er vereinsamt, weil viele seiner früheren Mitstreiter zu den illegalen Nationalsozialisten überlaufen. Josefa hat inzwischen ein weiteres Mädchen namens Hilde in die Familie aufgenommen. Cäcilia Grimm vom Jugendamt sieht regelmäßig nach Sidonie, der es in ihrer Pflegefamilie sehr gut geht. Die Behörde erstattet wegen Verletzung der Unterhaltspflicht Anzeige gegen Sidonies leibliche Eltern. Als man Anna Adlersburg aufgreift, bestreitet sie, Sidonies Mutter zu sein. Aufgrund der ungeklärten Situation können Hans und Josefa Sidonie nicht adoptieren.

Kapitel 5

Im März 1938 wird Österreich in das Deutsche Reich eingegliedert. Hans und Josefa bekommen neue Nachbarn aus dem Sudetenland, die abfällig über Sidonie reden. Hans sucht in Wien Kontakt zu Widerstandskämpfern. Josefa wird aufgrund einer harmlosen Bemerkung denunziert und von der Gestapo verhört. Die Polizei erhängt einen polnischen Arbeiter. Seine österreichische Geliebte wird kahlgeschoren und durch das Dorf getrieben. Josefa ohrfeigt einen Jungen, der lachend zusieht.


Kapitel 6

Sidonie geht gern zur Schule und liebt ihre Lehrerin Frau Schönauer. Dennoch muss sie wegen Lernschwierigkeiten eine Klasse wiederholen. Eines Tages liest sie stolz einen Aufsatz über ihr Elternhaus vor. Ein Mitschüler weist sie zurecht, dass sie nur ein Pflegekind sei und beschimpft sie als »Zigeunerin«. Von Nachbarn wird sie bespuckt. Josefa hat Angst um Sidonie. Eine Freundin der Familie sorgt für Sidonies Firmung und übernimmt die Patenschaft.


Kapitel 7

Am 9.3.1943 erfährt Josefa vom Jugendamt, dass Sidonie zu ihrer leiblichen Mutter ziehen müsse. Josefa und Hans ahnen, dass diese Familienzusammenführung nur dazu dient, Sidonie mit anderen Roma in ein Konzentrationslager zu bringen. Josefa sucht verzweifelt Hilfe bei Cäcilia Grimm, die sie an ihre Vorgesetzte Korn verweist. Korn beruft sich auf Dienstanweisungen. In Wahrheit liegt es in ihrem Ermessen, das Kind in der Pflegefamilie zu belassen. Stattdessen arbeitet sie gemeinsam mit anderen darauf hin, Sidonie von ihrer Familie zu trennen.


Kapitel 8

Am Tag vor Sidonies Abreise bereiten ihr Verwandte und Freunde einen Abschied mit Geschenken. Sidonie ist fröhlich und betrachtet alles als Abenteuer. Sie bemerkt nicht, dass die Erwachsenen verstohlen weinen. Am anderen Tag begleitet Josefa sie mit dem Zug nach Linz. Cäcilia Grimm ist auch dabei. Erst jetzt begreift Sidonie die bevorstehende Trennung. Sie weint verzweifelt und will Josefa nicht loslassen.


Kapitel 9

Cäcilia Grimm überstellt Sidonie nach Hopfgarten im Brixental. Die Roma der Gegend sind hier in einer Barackensiedlung kaserniert. Die schreiende Sidonie wird ihrer leiblichen Mutter übergeben. Einige Tage später sieht Hans‘ ehemaliger Genosse Georg Fink aus dem Linzer Hauptbahnhof einen Güterzug abfahren. Aus zwei angehängten Waggons schauen Menschen heraus, unter ihnen Sidonie.

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Kapitel 10

Nach Kriegsende trägt man Hans das Bürgermeisteramt an. Im Rahmen seines Amtes kann er in Erfahrung bringen, dass Sidonie in Auschwitz an Typhus gestorben ist. Hans und Josefa bleiben mit ihrem Schmerz allein. In den folgenden Jahrzehnten erinnert Hans im Gemeinderat unablässig an den Mord an Sidonie. Vergebens kämpft er für eine Gedenktafel. Die Nachbarn verhalten sich, als habe es das Kind nie gegeben.

Am 20.5.1980 stirbt Hans Breirather. Josefa, Manfred und Hilde lassen auch Sidonies Namen auf den Stein des Familiengrabes setzen. In den folgenden Jahren versucht Manfred, das Schweigen der Gemeinde zu brechen. Dies gelingt jedoch erst Jahre später dem Chronisten: An der Fassade des sozialistischen Jugendheimes von Letten wird eine Gedenktafel angebracht. Josefa Breirather wird 88 Jahre alt. Bis zu ihrem Lebensende sucht sie die Schuld für Sidonies Schicksal bei sich.


Fragen zum Film:


War der Vater am Anfang mit all den anderen in dem Gefängnis?  Die Männer sahen alle genauso aus.  Und wenn ja, warum war er da drin, wo Menschen hingerichtet wurden?  Oder war das nur Zufall?  Aber dann warum in so einer Massenzelle?  Von so einer Massenzelle aus wurden alle in diesem Raum immer ermordet!

1. Antwort auf Frage zum Gefängnis

Das war kein Massengefängnis und auch keine Massenhinrichtung. Die Polizei hat eine Grossrazia gemacht. Da war eben das Gefängnis überfüllt. Das waren alles Mitglieder der kommunistisch/marxistischen Organisation. Sidonies Vater wurde wegen marxistischer Zusammenrottung zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.

2. Antwort auf Frage zur Hinrichtung oder Hinrichtungen

Es gibt nur eine Hinrichtung. Da wird doch im Gefängnis diese Ankündigung gemacht. Alle müssen sich auf den Boden legen.

....Hingerichtet wird JOSEF ..... ( Nachnamen habe ich nicht verstanden). Dieser Mann wird auch wegen marxistischer Zusammenrottung und noch zusätzlich wegen Tötung eines Ehepaars zum Tode verurteilt.


Was ich mir nicht erklären konnte, warum Sidi mit dieser anderen Frau ihre Taufe feiert; die ihr diese Puppe schenkt. Wer ist diese Frau und warum macht sie das? Sidi geht sich ja später bedanken bei ihr. Diese Frau arbeitet in einem Geschäft. Vielleicht, weil Sidis Mutti eine Heidin ist und nicht in die Kirche geht? Bestimmt, aber diese andere Frau hätte besser erklärt werden müssen. 

3. Antwort zur Frage:  Wer war die Frau zur Firmung Sidonies in der Kirche?

Diese Frau, die Sidonie zur Firmung begleitet hat, ist Frau Hinterleitner. Eine Geschätsfrau. Sie ist etwas vermögend. Deshalb die Kutsche und die Puppe als Geschenk. Sie ist eine Freundin der Familie. Im Geschäft, als sich Sidis Mutter bedankt, sagt sie noch, das sie vom Ortsgruppenfüher "angemacht wurde" weil sie Sidi mit der Kutsche usw. beschenkt hat. Diese Frau Hinterleitner sieht man zum ersten Mal im Zug, als Sidi vom Krankenhaus abgeholt wurde. Alle im Zug gucken Sidis Pflegemutter komisch an, weil sie ein schwarzes Kind hat. Frau Hinterleitner begrüsst Sidis Pflegemutter freundlich und sagt, das Sidi schöne Augen hat.


DVD - Cover

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BeitragThema: Re: ! Achtung Spoiler ! - Buchbeschreibung / Antworten zum Film /DVD - Cover   Mi Apr 11, 2018 7:20 pm

Dieser Film ist sehr berührend und empfehlenswert. Ich kenne ihn schon viele Jahre und es ärgert mich eigentlich, dass ich ihn vergessen habe um ihn euch vorzustellen. Egal, jetzt hat er den Weg ins Forum gefunden und da passt er auch sehr gut hin.
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