EIN MÄDCHEN DIESER ERDE

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Die Geschichte, das Glück und das Unglück, die Freude und das Elend des Kindes im Film
 
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 Mariken --

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Old Rein
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BeitragThema: Mariken --   So Jan 23, 2011 7:56 am



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"Mariken" ist eine Geschichte, die in den Niederlanden spielt.  Zur Zeit des Mittelalters.  "Mariken" ist ein belgischer Film aus dem Jahre 2000.

DVD
WideScreen
in Deutsch


Die Geschichte beginnt in einer Stadt.  Haendler verkaufen ihre Ware.

Ein Haendler, Archibald, verkauft an den Gesandten des Schlosses; die Graefin hat Kopfschmerzen.  Da der Gesandte jedoch auch Vorkoster der Graefin ist, begibt Archibald sich in grosse Gefahr, denn er hat ein eher fragwuerdiges Medikament verkauft.  

Sein Stand und sein Haus werden zertruemmert, und Archibald wird aus der Stadt gewiesen.  

Als Einsiedler fuehrt er von nun an ein Leben im Zauberwald.  Doch ist er nicht ganz alleine, denn auf dem Weg in den Wald findet er an einer Wegschneise ein ausgesetztes Baby.  "Sorge fuer Mariken" steht auf dem Hemdchen des Findelkindes.

Mariken ist zur Zeit der nun folgenden Geschichte 12 Jahre alt.  

Mariken wird von Archibald so erzogen, dass sie meint, "alles" zu wissen.  Doch im Laufe der Zeit erfaehrt sie, dass sie eigentlich nur "fast alles" weiss und dann wohl sogar noch weniger als selbst das.

Mariken ist das Leben, Fragestellerin und Fragebeantworterin; lieb und grossaeugig wie ein Waldgeist, dargestellt von Lauren van der Broeck und tatsaechlich diesmal keinen roten Haaren.

Mit ihrem unschuldigen Freimut oeffnet sie den Erwachsenen die Augen:  sie erkennen ihre eigenen Schwachheiten und sehen die Sinnlosigkeit ihres Handelns.

Archibald zieht Mariken gross, verliert sie, und findet sie dann auf unerwartete Weise wieder.  

Archibald ist selbst Opfer und Weisheit in einer Person.  Ein Opfer der Obrigkeit, als er aus der Stadt verwiesen wird.  Und weise ist er, denn er beherrscht die Kunst des Lesens.  Das konnten im Mittelalter nur Koenige, Fuersten und die Kirche, aber nicht das Volk.  

Archibald scheint fehlplaziert; er ist genoetigt, als Einsiedler mit Mariken in einer Gegend zu wohnen, die von den meisten Menschen gemieden wird:  im Zauberwald.  Mit seiner "Weisheit", der Kunst des Lesens, haette er eine bessere Stellung im Leben verdient.  Und darauf besinnt er sich, als ihm der Anstoss dazu gegeben wird.!


Joachim (der Teufel) muss sich Vorwuerfe anhoeren, dass er zu feige sei, um Mariken von der Graefin zurueckzuholen.

Mariken flieht vor den Haeschern der Graefin.

Die Graefin haelt Mariken gefangen.  Aber ist Joachim tatsaechlich zu feige?  Eher ist er nicht ueberzeugt davon, dass Mariken in seiner Familie leben sollte, da er sie dann mit Isabella teilen muesste?!


 Also ist es gut, dass nicht er, sondern Isabella zur Graefin geht, um Mariken zurueckzuerbitten, denn ohne eigene Ueberzeugung erreicht man nichts im Leben.  

Doch Joachim ist ueberzeugt von sich, Ratten-Jan von der Schwarzen Witwe befreien zu koennen.  Das liegt ihm eher, das ist sein Fach.  

Und darin ist er erfolgreich und erringt dadurch von Isabella sein Selbstbewusstsein zurueck.!  


Mariken begibt sich durch eigene Unerfahrung in ihre Hand.  

Doch Mariken erwaermt durch eben diese Unerfahrung und kindliche Unschuld das kalte Herz der Graefin.  

Graefin Johanna erzaehlt von ihrem Vater, den sie als Kind mit "schlecht" betitulierte, als Erwachsener durch Sinnesumwandlung jedoch verehrte.  Nach Jahren grosser Einsamkeit erkennt sie sich selber in Mariken wieder.

Mariken erzaehlt und lernt Neues ueber Gott und Jesus.
Die Graefin hoert Mariken zu und erzaehlt ihr ueber ihr eigenes Leben.
Mariken betritt ein erstes Mal in ihrem Leben eine grosse Kirche.
Die Kirche versucht, Mariken umzuerziehen.
Mariken betet.!


Die Schwarze Witwe
Oder sagen wir eher: die alte Frau, die durch den Schwarzen Tod ihre Familie verloren hat und nun zurueckgezogen in einer Kate am Randes des Zauberwaldes lebt. 

Mariken am Rande des Zauberwaldes - eine neue Welt eroeffnet sich ihr.
Angekettet lebt mit ihr der Sohn ihrer verstorbenen Schwester, Ratten-Jan, den sie als Sohn des Teufels beschimpft.  Ratten-Jan ist ein kleiner Junge im Alter von Mariken.  

Fuer all das Leid, dass seiner Tante widerfahren ist, muss Ratten-Jan angekettet wie ein Hund buessen.  
Eine fuer zwei Menschen ueberraschende Begegnung.

Der Film stellt Fragen auf:  Ist das Leben ein Trauerspiel oder eine Komoedie?  Sind wir Menschen Teufel oder Engel, oder sind wir halb Teufel, halb Engel?  Am Ende muss das jeder fuer sich selber beantworten.

Die Zeit des Mittelalters war in jeglicher Hinsicht eine grausame Zeit fuer die Menschheit.  Unvernunft, Demuetigung, Pein und Verketzerung galore.  

Und dann ist da natuerlich der vielschichtige religioese Aspekt...

Inwieweit befinden wir uns noch heute geistig im Mittelalter??!


Unten die beiden bisher veroeffentlichten DVDs.  Die erste enthaelt den Film in WideScreen Format, die zweite ist eine Vollbild-Version.

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