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 Meine Reise zu Christys Smoky Mountains. Tag 3

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Old Rein
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BeitragThema: Meine Reise zu Christys Smoky Mountains. Tag 3   Mo Jan 24, 2011 4:40 am

Tag 3

Mein Sohn und ich hatten uns einen Ruhetag verschrieben.  Nicht so mein Schwiegersohn.  "Wenn ihr nicht wollt, dann geh' ich alleine!  Wenn ich bis 17 Uhr nicht zurueck bin, schickt einen Suchtrupp!"  Und so ging er hin.

Mein Sohn legte sich auf einen grossen Stein am Wasser und las seinen Schmoecker.  

Ich sammelte Reisig fuer ein Feuer am Abend und machte Fotos.  

Und da sah ich ihn - den Baeren!!!

Die folgenden Aufnahmen entstanden mit der gleichen Otto-Normalverbrauch-Klick-Kamera, wie ich sie seit den letzten 3 Jahren verwende.  Bis dahin hatte ich alles mit Reflexkamera aufgenommen und mit 35mm Film.  Doch nun mache ich wie alle anderen Leute alles mit Digital-Klick.  Was mir dabei wichtig ist, ich mache alle Bilder immer ohne Tele.  Denn Tele, so stellte ich fest, macht Bilder bei meiner Kamera manchmal unscharf.  Eher gehe ich am PC hinterher "ins Bild hinein", wenn's denn sein muss.  Doch jetzt zur Story.

Ich traute meine Augen nicht.  Als ich aufblickte, gewahrte ich eine dunkle Bewegung auf der anderen Seite des Wassers.  Es war Gevatter Baer!  Er suchte wohl nach Pilzen oder Wuermern.  Ich war ausser mir vor Freude!  War es mir doch nun sogar moeglich geworden, einen Baeren auf freier Wildbahn zu beobachten!   Er befand sich bei uns im Campinggelaende und bewegte sich in die Richtung, wo mein Sohn ein paar hundert Meter weiter unten auf dem Felsen lag.

Sicherheit war in diesem Moment wichtiger als ein gutes Foto.  Darum lief ich dem Baeren voraus.  Auf der anderen Seite sah ich zuerst eine Frau, die dort mit ihrem kleinen Hund am Wasser stand.  Ich rief auf die andere Seite des Wassers hinrueber:  "Ein Baer kommt den Fluss hier 'runter!" - Sie guckte mich nur an und rief zurueck:  "Was?"  - Das Wasser rauschte entweder zu stark oder sie war schwerhoerig.  Ich wiederholte: " Ein paar Schritte von hier kommt gerade ein Baer das Wasser 'runter, direkt auf uns zu!"  Nun schrie sie noch lauter zurueck:  "Was?"  -  Und nun schrie ich auch ganz laut:  "Baer!"  - Mann, ihr haettet sehen sollen, wie sie auf einmal ihren Hund an sich riss und rannte, als ob der Teufel hinter ihr her sei.  Wahrscheinlich dachte sie, ich sei ein Verrueckter.

Ich lief weiter und kam an den Felsen, wo sich mein Sohn sonnte, und er verstand zum Glueck sofort und kam zu mir herrueber.  Und nur wenig spaeter war der Baer wirklich nur ein paar Meter von uns entfernt.  Nichts schien ihn zu stoeren.  Mein Sohn mahnte mich, nicht so nah 'ranzugehen, denn solange der Baer mich ignorierte, wollte ich doch versuchen, ein diesmal wirklich gutes Foto von ihm zu schiessen.  Doch die Vernunft siegte; ich ging nicht allzu nah 'ran.  

Ich hielt noch einen Wagen an; wies die Fahrerin auf den Baeren hin.  Sie haette ihn sonst nicht einmal gesehen.  Denn ihr wisst ja wie das ist:  Wenn man sowas nicht erwartet, dann hat man auch nicht die Augen dafuer offen.  Ich hatte Glueck gehabt;  meine Augen waren offen gewesen.  Wenn ich an all die Leute denke, die schon oftmals in den Smokies waren und mir davon erzaehlten, jedoch niemals dort einem Baeren begegnet waren.............

Inzwischen kam der Baer an einen Campingplatz, wo eine Frau gerade aus dem Wagen kam und ihn erblickte.  Interessant, wie sich Menschen doch so unterschiedlich verhalten koennen!  Diese war ganz ausser sich und schrie:  "Eddy, Eddy, komm raus!  Bring die Kamera!  Ein Baer!"  Der Baer war so erschreckt, dass er Reissaus nahm, wieder zum Wasser 'runterlief und mir somit aus dem Blickfeld entwich.  Ob Eddy je den Baeren fotografieren hat koennen?  Ich weiss es nicht; aber ich bezweifele es.

Nun muss ich der Ehrlichkeit halber euch noch etwas verraten:  Dies war nicht mein erstes Baererlebnis in den Smokies gewesen.  Bereits am Tage zuvor hatten wir einen gesehen, als wir mit dem Wagen durch den Nationalpark zum Campingplatz zurueckfuhren.  

Und da war es, wo wir die wirklich fuer uns einmalig schoenen Nahaufnahmen eines Baeren machen konnten:  Vom sicheren Wagen aus, nur die Scheibe heruntergekurbelt, aus allernaechster Naehe;  als ich das Weisse in den Augen des Baeren sah!

Nein, am Abend gab es nicht Baerentatze, sondern italienische Wuerste; eine Spezialitaet meines Schwiegersohns.  Mein Sohn bekleckerte sich beim Essen.  Aber er war klug genug, vor dem Schlafengehen die Kleidung zu wechseln und nur frische Kleidung im Zelt selbst anzuhaben.

Und so endete unser Abenteuer in den Smoky Mountains von Tennessee.

(alle Bilder wurden im Juli 2017 leider von photobucket entfernt)
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