EIN MÄDCHEN DIESER ERDE

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Die Geschichte, das Glück und das Unglück, die Freude und das Elend des Kindes im Film
 
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Old Rein
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BeitragThema: Kommentare   So Jan 23, 2011 9:13 pm

Birgit schrieb:
Ein DDR Kinderfilm.
Die dicke Tilla
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Ich spiele mit dem Gedanken, einen Film in unsere Gallerie aufzunehmen, der in vieler Weise ganz anders ist und der mich sowohl abgestossen als auch fasziniert hat, als ich ihn das erste Mal sah. "Die dicke Tilla". DDR 1982. Ein Leben nach Programm. Kinder an einer Schule in Potsdam. Schlecht gespielt und dann auch wieder recht direkt, als ob sich die Kinder waehrend des Filmens in ihre Rolle hineinfinden und darin aufgehen. Ein Film, der foermlich "Baut auf! Seit Brueder! Gemeinschaft macht stark!" schreit. Und dann auch wieder mit sehr ernsten Problemen, die ich bisher in keinem anderen Film so direkt angesprochen gesehen habe: Terrorisierung einer Klassenkameradin und derer Flucht in die Traumwelt mit der Aufzwaengung des Gedankens an Selbstmord, den sie jedoch sofort wieder von sich weist.

Also ein Film mit viel Drama. Und ein Film der Geschichte; DDR-Geschichte in diesem Fall.

(Old Rein)

Also, da muss ich doch jetzt gleich mal was dazu sagen, weil:

Ich hab mir den Film gerade vor zwei Tagen angeschaut und dachte sofort:
Eigentlich müsstest du den Film als DDR-Beitrag fürs Forum vorschlagen, denn von der Definition her stimmt er genau: Wir haben das (die) Mädchen, wir haben ausreichend Drama und auch Geschichte - DDR-Geschichte eben. Eigentlich passt er genau.
Aber es war mir dann doch zu blöd, denn er ist schon sehr anders als das, was wir hier so im Angebot haben. Die erklären mich dann doch noch zum Ostalgiker oder für verrückt, dacht ich.
Dass nun Old Rein gerade jetzt mit eben diesem Vorschlag kommt, bestärkt mich natürlich sofort, ihn darin zu unterstützen.

Noch ein paar Gedanken zum Film meinerseits:
- ich hab ihn übrigens auch schon damals 1982 im Kino gesehen, ich glaube er gefiel mir damals sehr gut
- als ich ihn jetzt sah, musste ich über einiges lachen, z.B. die Schule sieht genau so aus wie unsere damals, die Sprüche, die man sich so zum Ärgern o.ä. zurief hätte ich teilweise wörtlich mitsprechen können, die Klamotten... Rolling Eyes
- Apropos Klamotten: Eigentlich war der Film für DDR-Verhältnisse recht mild: Kein einziges Mal sah man die Kinder in Pionieruniform, auch wenn einmal vom Pioniernachmittag die Rede war. Und Anne hatte mal einen englischen Aufdruck und mal ein Bambi auf dem T-Shirt. Auch sehr ungewöhnlich; nicht, dass es das in Wirklichkeit nicht gegeben hätte (Dank Westverwandtschaft schon), aber in typischen DDR-Filmen hätte man es eigentlich nicht gezeigt, lieber mal mehr das Pionierhalstuch
- auch so hält sich der Film für DDR-Verhältnisse politisch eher zurück, einem Außenstehenden erscheint es vielleicht schon sehr viel, was da vorkommt, aber da gab es viel schlimmeres
- das von Old Rein beschriebene "Abstoßende" hab ich gar nicht so sehr empfunden. Ich würde eher sagen: Ungewöhnlich oder Gewöhnungsbedürftig.
- eins hat mich echt genervt: Die Fisch-Träume... fish

(mickij)

Sorry, Freunde, für die "TILLA" gibts von mir ganz dicke Minuspunkte ihn hier im Forum aufzunehmen:

Die Defintiion

EIN MAEDCHEN DIESER ERDE
-Geschichte und Drama-

ist hier für mich zu wenig im Sinne eines Familienfilmes realisiert. Viele Szenen erinnern mich stark an Kurzepisoden aus "Rappelkiste" & co. Will sagen als reiner Problem-Film für Kinder sicher ausdrucksstark.

Und dann die Traum-Szenen mit dem fliegenden Fisch! Sorry, ich konnte dem nichts abgewinnen. Nun habe ich leider keine DDR-Wurzeln, die mich beim Anblick der 70/80er-Jahre Designs besonders motivieren würden diesen Film zu gucken.
Die Problem-Themen "Erziehung, Freundschaft, Vergebung..." sind zwar gut umgesetzt, aber irgendwie bringen die Selbstgespräche bzw. "hörbaren Gedanken" das dann wieder zu stark auf eine reine Kinderebene.

Außer dem Lehrer sind die Erwachsenen irgendwie alle Nebenfiguren. Beispiel: Anne wird mitten in der City von ihren Schulkameraden" zu Boden gebracht" und alle Erwachsenen gaffen nur am Rand oder gehen weiter.

Der Filmeinstieg ist so, dass ich erst dachte, am Anfang fehlt was. Ich könnte noch mehr aufzählen, will euch den Film aber nicht madig machen.

Von mir nur ein Like a Star @ heaven

(AWI)

Danke, AWI, fuer deine Meinung. Ist uns wirklich sehr wichtig. Und ich seh' das alles auch genauso wie du. Nur will man ja immer jedem entgegenkommen und versucht vor allem, dass es gut in den Forumsrahmen passt. Oft muss man aber auch irgendwo eine Linie ziehen. Und nach deiner Meinung scheint es mir fast, dass wir dies hier tun sollten. Der Film ist in vieler Hinsicht keine direkte Freude, ihn anzusehen, besonders nicht fuer Westler. Fuer Ostler bedeutet er natuerlich wohl mitunter das Beste, was damals der Osten an Filmen zu bieten hatte. Wahrscheinlich waere so ein Film besser, wenn er heute im Rueckblick auf diese Zeit gemacht wuerde. Kommt sicher noch. Nach Jahren Abstand von Zeit und Raum wird sowas allgemein unternommen. Persoenlich habe ich den Film auch nicht gesondert archiviert. Dies tue ich nur bei den Filmen in unserer Galerie. "Die dicke Tilla" ist zusammen in einem Schuber mit "Opal Dream" (kennt ihr noch nicht), "Die wilden Huehner", "Katja und der Falke", "Haende weg von Mississippi" und "Winn-Dixie". Andere in dieser Off-Kategorie werden sicher folgen.


(Old Rein)

.. Hi.. :-D Friends :-D

.. Zuerst gesagt..

Gratuliere ..Awi.. zum 1000 Eintrag.. Nur weiter so--Keep going..

Review
.. Die Dicke Tilla..

Ich wundere mich warum wir hier einen Unterschied machen zwischen der frueheren West-Deutschen Filme und der frueheren DDR Filme.

.. Die Mauer ist gefallen und schaut aus als ob wir jetzt eine Film-Streifen-Mauer aufbauen -Sogar in der Nazi-Zeit hatt man Filme gedreht die ich gut fand sollen wir jetzt auch eine Thema-Spule aufmachen Deutsche Filme aus den Jahren 1935-1945.. Question

Fuer mich gibt es nur Deutsch-Sprachige-Filme-Deutschland--Oesterreich-Schweiz.. Entweder finde ich ich sie Gut oder Schlecht.

Vieleicht sehe ich das nicht richtig-denn ich seh was so vorgeht bei Euch drueben eben aus der weiten Ferne.

Ich bin als kleiner Junge zwei mal in der ..DDR.. auf Besuch bei meiner Tante und Onkel in Zittau gewesen. Ich fand damals schon in der DDR zeigte man viele Kinder-Filme- einige fand ich nicht gut,denn schon als kleiner Junge merkte ich schon die grosse Propagande in den vielen. Manche aber fand ich einfach prima. Besonders einer gefiel mir absolut ,kann mich nicht an den Titel erinnern aber irgentwie steckt in meinen Kopf ein Word des Titels des Films ..ROT..

..Die Dicke Tilla.. In der ersten haelfte des Films wirkte der Film fuer mich wie ..AWI.. den Film sah. Erst in der zweiten haelfte gefiel mir der Film gut. ..AWI.. Vergleicht den Film mit.. Rappelkiste & Co.. das sagt mir leider nichts,denn Rappelkiste kenne ich ueberhaoupt nicht.

Ich kann zu ..Awi.. Bemerkung zu den Teil wo die Kinder im Schoolhof auf die kleine eindreaschen und die Erwachsenen einfach scheigend vorbei gehen auch disturbing. Aber der Film zeigt eben Realitaet wie sie ist. gerade vor zwei Wochen hier in Seattle sind Menschen nicht nur vorbeigegangen als sie sahen das ein Teen verbruegelt wurde-manche haben sogar gestopped und zugeschaut,und so was kommt sehr oft vor inm unserer heutigen Gesell schaft. ..Leider..

In den Film in ich etwas ueberascht das gerade ein kleine Mollige die ganze Schulklasse anfuehrte,denn meistens werden diese Kinder immer mit Spott ueberzogen.

Die Dicke Tilla--hatt fuer mich ein paar ..POSITIVE.. Auswirkungen.

( 1 ) Sehr wenig Politisches eindraengen in den Film
( 2 ) Kann verstehen warum die Tilla ein kleines Monster war- Ein kleines Maedchen hatt die Mutter verloren-- und Brueder und Vater verlangen das sie die Rolle uebernimmt im Haushalt--Essen-Waschen-Saubermachen- kein Wunder das Tilla aus den Haus -negativ handelt um ihre Selbst-Kontrolle auf andere negative abschied.
( 3 ) die kleine neue in der Klasse-hatt Eltern die sie lieben-und haben ihr ein selbstbewusstsein gegeben,so das sie sich nicht scheut sogar gegen die ganze Klasse sich zu verdeitigen.

( 4 ) Auch zwei positive Charakters gibts in der showfuer mich.
der Lehrer und der kleine ein wenig schmaechtiger (Felix ) Question Question der sich nicht scheut fuer seine kleine Freundin teilnahme nimmt und gegen die ganze Klasse spricht. Auch sind es nur 3 oder 4 die richtig mit Tilla mitmachen,die anderen haben nicht den mut sich gegen ihr zu stellen.

( 5 ) der Schluss wo beide oben auf der Scheune stecken und nicht runter koennen,fand ich toll- denn mit dieser Situation schmilzte die ganze haerte . UInd der Film zeigtye ,das trotz allen diese beiden eben doch nur Maedchen sind.

( 6 ) Als die beiden hilfe brauchten -waren es auch Tillas brueder welche Hilfe gaben onbowhl sie am Anfang des Films die Schwester als Sklavin nicht Bruederlich behandelten.

( 7 ) Fuer mich hatte der Film mehr Positives als Negatives und fand ihn Ok.

( 8 ) Sogar der Fischtraum war fuer mich .OK.. War ja nur ein Traum und kein Walt Disney..Finding Nemo.. Ich hatte schon Traeume die noch komischer und verstoerter frosch aus schauten.
frosch

(Uwe)

Danke, Uwe. Genau das wollten wir hoeren von dir.

Aber wie du siehtst, sind wir sehr skeptisch und selektiv gegenueber Filmen. Neben "Drama und Geschichte" sollen die Filme auch "unterhaltsam und gut gemacht" sein. Bei DIE DICKE TILLA war eben das die Frage. Ist der Film wirklich unterhaltsam? Oder ist er nur unterhaltsam fuer Ossis?

Wie ich sehe, scheinst du ihn also auch unterhaltsam zu finden, Uwe.

(Old Rein)

Unterhaltsam würde ich die dicke Tilla bezeichnen.

Anne ein kluges Mädchen kommt als Neue in eine eingeschworene Klassengemeinschaft. Das Sagen in der Klasse hat Tilla, was Tilla sagt ist Gesetz. Selbst die Jungen haben Angst vor Tilla, weil Tilla stark ist und es besser ist, sich nicht mit dieser anzulegen. Am besten ist, man hat Tilla zur Freundin, sonst kann es für einen ungemütlich werden.

Es ist ungewöhnlich, dass ein dickes Kind Anführerin einer Klasse ist. Sonst kenne ich es aus der Grundschulzeit das dicke Kinder mehr gehänselt werden als andere.

Tilla sieht wie Anne dem Lehrer die Tür aufhält und seit diesem Augenblick kann sie Anne nicht ab, obwohl die beiden miteinander kein Wort geredet haben.

Hier habe ich plötzlich an die Leute gedacht, die sich beim Lehrer einschleimen wollen.

Zu Hause fehlt Tilla die Mutter, ein Vater der ihr nie Recht gibt und die Zwillinge sind ihr von der Stärke überlegen. Für den Vater ist immer Tilla schuld. Tillas Vater haßt Frauen, die Nachbarin hatte versucht zu vermitteln und zu unterstützen, aber seitdem sie von dem Vater aus der Wohnung herausgeschmissen wurde, hält sie sich daraus. Ihr tut das Mädchen leid.

Tilla ist zuhause die Schwächere, sie versucht sich zu wehren, geben ihren Vater und die Zwillingsbrüder kommt sie nicht an. Vielleicht will sie in ihrer Klasse die Stärkste sein und über alles und jeden bestimmen.

Als Tilla angelt geraten sie und Anne im Streit, weil Anne dem Fisch das Leben rettet. Anne hat viel Fantasie und träumt von nun an viel von dem Fisch. Der Fisch bestärkt sie in ihrem Handeln. Beim Fisch findet Anne Verständnis, was sie bei ihrer Mutter nicht findet und gleichzeitig einen Freund, der ihr aufmerksam zuhört.

Weder ihre Mutter noch der Lehrer bekommen mit, wie Anne von Tilla behandelt wird. Lehrer schauen oft weg beim Mobbing. Für manche ist der gemobbte Schüler selbst schuld, weil er sich nicht anpassen möchte. Eltern wissen nichts anzufangen, wenn ihre Kinder gemobbt werden.

Der Film zeigt zum Glück keine körperliche Gewalt. Das Thema Mobbing steht im Vordergrund und Anne hat zum Glück Felix mit dem sie sich anfreundet und der sich nicht an Tillas Regeln und Vorschriften hält.

Am Ende des Films sprechen sich Anne und Tilla unfreiwillig aus. Gute Freundinnen werden sie bestimmt nicht werden, dafür haben sie gelernt sich gegenseitig zu respektieren und zu achten und jeden zu nehmen wie er ist, ohne ihn ändern zu wollen.

Was mir am Film besonders auffällt, dass eine Klasse sich hinter dem Tonangeber versteckt. Dabei dachte ich durch die vielen gemeinsamen Klaseneinsätze und den Zusammenhalt würde Mobbing in einem Klassenzimmer in der Ex-DDR nicht vorkommen.

Wurde nicht das Kollektiv und das Wir nicht immer im Vordergrund gestellt?

Der Film zeigt, wenn das Opfer einen einzigen hat, der ihm zur Seite steht, hat es schon Glück. Die Mitläufer machen nur mit, weil sie selbst nicht gemobbt werden wollen und denken sich, mir tut die Person leid, besser sie wird gemobbt und nicht ich. Lieber beteilige ich mich am Mobbing, bevor ich gemobbt werde.

Ich finde die dicke Tilla ist ein sehenswerter Film für alle Altersgruppen. Es wäre schön, wenn es sich die Anschauer nicht sich am Mobbing mehr beteiligen oder es nie anwenden würden.

Die dicke Tilla wurde wie im Buch umgesetzt. Der fliegende Fisch kommt vor.

Für mich war es der erste Film über das Thema Mobbing gewesen und er wurde gut umgesetzt. Meist merken die Angehörigen, Lehrer nicht dass ein Kind gemobbt wird und wissen nicht damit umzugehen.

(Anne Shirley)

Ich habe ja unlängst noch für die Aufnahme von Tilla in die Galerie gestimmt.
Inzwischen habe ich mir folgendes überlegt:
Unterhaltsam könnte man den Film sicher nennen, aber eins fehlt ihm, und das haben glaube ich alle anderen Filme hier:

Irgendwie kann ich mich an keine Stelle erinnern, wo es einem so richtig warm ums Herz wird und/oder man ein bisschen weinen muss. Ist vielleicht sehr subjektiv diese Einschätzung, aber das wäre so mein "Standard", wenn ich ihn definieren müsste.

(mickij)

So, nun passt mal auf.

Also was die Anne Shirley da eben alles geschrieben hat, das war ja einmalig gut; genau so ein Kommentar hat uns bei diesem Film noch gefehlt. Und auch dein Kommentar, mickij, jetzt eben, der trifft auch genau auf den Punkt.

Wir werden den Film in unsere Galerie aufnehmen; das steht nun bei mir fest. Gut, er mag nicht das Momentum entwickeln, dass einem warm ums Herz wird. Das stimmt. Und darum werden wir auch genau das bei diesem Film vermerken; das und alles andere, was alle von uns ueber DIE DICKE TILLA hier bereits geschrieben haben.

(Old Rein)


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Birgit
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BeitragThema: Re: Kommentare   Fr Okt 14, 2011 10:40 pm

Zu den Dreharbeiten.....

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Drehpause für Tilla: Kritisch blickt die fast elfjährige Carmen Sarge dem "Dicke Tilla"-Regisseur Werner Bergmann (2.v.li.) und seinem Team bei der Arbeit über die Schulter. "Mir tat die Tilla leid", sagt die heute 40-Jährige über die Filmfigur des dicken, lauten und gemeinen, aber auch sehr verletzlichen Mädchens Tilla.

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Lautes, fieses, verletztliches Mädchen: "Die dicke Tilla", 1982 von Regisseur Werner Bergmann gedrehter Defa-Kinderfilm, handelt von einem lauten, korpulenten Mädchen, das seiner Mitschülerin Anne die Brille zertrümmert - und am Ende doch Freundschaft mit ihr schließt. Verkörpert wurde die "Tilla" (hier beim Zubereiten von Kartoffelpuffern) von der Potsdamerin Carmen Sarge, die Filmarbeiten fanden in den Sommerferien 1981 statt - kurz vor Carmens elftem Geburtstag.
Heute ist Carmen Sarge ...verheiratet, heißt mit Nachnamen Seehafer und arbeitet als Pastorin in Bitterfeld. Als Kind wäre es ihr lieber gewesen, wenn der Film einen anderen Titel gehabt hätte, doch heute ist es für sie in Ordnung. "Jeder Mensch muss sich annehmen, wie er ist", sagt sie im Interview. Die "dicke Tilla" zu spielen, habe ihr damals enorm viel Spaß gemacht, erzählt sie - auch wenn sie der Filmfigur charakterlich überhaupt nicht nahestand.

Und so sieht sie heute aus.

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Frage: Hatten wir im alten Forum nicht mal ein kleines Interview, was Carmen Sarge uns über mickij gegeben hat? Mickij, hast du da noch eventuell was gespeichert?


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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Okt 15, 2011 6:21 am

Ja, wir hatten da ein Interview. Weiss ich auch noch. Aber wir konnten in der kurzen Zeit nicht alles hier rueberholen. Darum fehlt es.

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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Okt 15, 2011 9:23 am

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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Okt 15, 2011 9:31 pm

Ist doch gut, danke. nehmen wir einfach komplett hier rueber, falls der link einmal nicht mehr funktionieren wird

Carmen Seehafer (37) arbeitet als Pfarrerin.
(Lausitzer Rundschau, 2008)

Für Kinder ihrer Kirchgemeinde ist der Film Programm. Kommen sie in das Schulalter, lädt Carmen Seehafer sie zu sich nach Hause ein. Und dann beginnt die Zeitreise in die achtziger Jahre. Nach dem Film holt die gebürtige Potsdamerin sogar das Original-Drehbuch sowie ein Fotoalbum mit Schnappschüssen vom Set heraus und beginnt von der abenteuerlichsten Rolle ihres Lebens zu erzählen. Sie war ein gut behütetes Kind mit Klavierunterricht und guten Manieren. Auf den Zeugnissen standen jahrelang nur Einsen, außer in Sport.
„Aber ich war überhaupt keine Streberin, erinnert sie sich. Eines Tages im Frühjahr ’81 schauten sich auf dem Potsdamer Schulhof Filmleute nach einem Mädchen um, dass die Hauptrolle der dicken Tilla übernehmen könnte. Rein äußerlich war Carmen dafür ideal geeignet: eine Kumpeltype, die sich durchsetzen kann. Da ihr außerdem der Schulstoff nur so zuflog und sie auch mal tagelang fehlen konnte, entschied man sich für sie. „Und ich freute mich, dass ich während der Dreharbeiten nicht zum Klavierunterricht musste“, denkt Carmen Seehafer lachend zurück. Die Filmaufnahmen entstanden vor allem im Sommer. Das Lernen der Texte machte sie mit links („Die kann ich heute noch auswendig“). An das bis zu zehnmalige Wiederholen der einzelnen Szenen musste sie sich jedoch erst gewöhnen. Für jeden Drehtag erhielt sie 40 Mark auf die Hand, insgesamt 2000 Mark. Carmen Seehafer: „Dafür kaufte ich mir einen Vogel und einen Kassettenrecorder.“ 1982 kam der Kinderfilm in die Kinos und entwickelte sich schnell zum Liebling des jungen Publikums. „Erst war ich auf mich stolz, doch dann so in der Pubertät mochte ich mich im Film überhaupt nicht mehr“, gibt der Kinderfilmstar ehrlich zu.
Aber der Kummer des Teenagers über Äußerlichkeiten ist inzwischen längst verflogen. „Die dicke Tilla“ blieb der einzige Film „obwohl es danach noch andere Angebote gab“, weiß Carmen Seehafer. Die Abiturientin ging nach der Schule einen ganz anderen Weg und studierte Theologie. Seit sieben Jahren betreut sie die evangelisch-freikirchliche Gemeinde in Delitzsch und Bitterfeld. Ihren Mann lernte sie übers Internet kennen. Klaus Seehafer (60): „Als ich dort einfach mal so ihren Namen eingab, flimmerten sofort mehrere Filmbesprechungen auf, so dass ich dachte, Carmen wäre ein Schauspielerin“, erzählt er schmunzelnd. Den Film mit seiner Frau kennt der gebürtige Hesse nun auch fast auswendig und ist fasziniert, mit wieviel Liebe zum Detail und Improvisation er gedreht wurde.

von thomas gillmeister

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Birgit
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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Okt 15, 2011 10:54 pm

Danke für's finden, Anne Shirley!

2000 Mark. 1982 kaufte ich mir auch einen Kassettenrekorder. Damals kostete so ein Ding 1200 Mark. Das war damals mein ganzes Jugendweihegeld.

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BeitragThema: Re: Kommentare   So Okt 16, 2011 7:33 pm

Ich habe das Interview bei mir leider nicht gespeichert.
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BeitragThema: Re: Kommentare   So Okt 16, 2011 10:49 pm

Naja, nicht so schlimm, mickij.

Einige interessante Infos haben wir ja schon wieder zusammen getragen.


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BeitragThema: Re: Kommentare   Mo Okt 17, 2011 12:56 am

Birgit schrieb:
2000 Mark. 1982 kaufte ich mir auch einen Kassettenrekorder. Damals kostete so ein Ding 1200 Mark. Das war damals mein ganzes Jugendweihegeld.

Der Vogel kostete dann also 800 Mark.

Trotzdem. So teuer waren techische Geraete im Westen nie. Mein Grundig Tonbandgeraet (noch mono), Ende der Sechziger, wird so um die 500 DM gekostet haben. In den Siebzigern hatte ich dann ein stereo-Telefunken Tonbandgeraet. Das hatte inzwischen auch nicht viel mehr gekostet. Kassettenrecorder hatte ich auch ein paar; der Interessanteste war der in der Kueche: Radio mit Kassette (mono) zusammen. Ich weiss heute nicht mehr, wie teuer der war. Aber ich denke kaum, dass der mehr als 120 DM gekostet hatte.

1200 Mark im Osten? Wow!!!!

Uebrigens habe ich heute - 2011 - immer noch so ein Radio-Kassettengeraet in der Kueche zu stehen. Damit kann ich noch bis heute meine alten Kassetten hin und wieder anhoeren. Im Auto und in der Wohnung gibt's sonst ja nur noch CDs.

Obwohl - auch ein LP-Player - im "Notfall - ist immer noch angeschlossen; enjoh!

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BeitragThema: Re: Kommentare   Mo Okt 17, 2011 1:11 am

Für 800 Mark gab es dann bestimmt einen Papagei. Laughing

Ja, die Kassettenrekorder waren sehr teuer. Übrigens war meiner auch mit Radio. Es gab auch nur Abspielgeräte, die gab es dann schon billiger. Man muss sich das mal vorstellen, da hat man in der DDR nur etwa 500 Mark pro Monat verdient. Rolling Eyes Aber was noch krasser war, Farbfernseher gab es dann für 6000 Mark!!!! Shocked

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BeitragThema: Re: Kommentare   Mo Okt 17, 2011 8:46 pm

Dass muss man sich vorstellen, da geht einem das ganze Jugendweihe-Geld drauf für ein Teil. Möchte nicht wissen, was dann eine Kassette gekostet hat.

Welches Gerät habt ihr gehabt? [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
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BeitragThema: Re: Kommentare   Di Sep 04, 2012 10:42 am

Sorry, Anne Shirley, dass ich erst jetzt hier antworte.

Mit den Kassetten war das auch immer so eine Sache in der DDR. So teuer waren die eigentlich nicht aber von schlechter Qualität. Manchmal haben die furchtbar geleiert oder es gab dauernd Bandsalat.
Ich hatte das Glück, das wir im Intershop Kassetten kaufen konnten. Die wurden dann immer wieder überspielt. Das war immer noch besser als das Geleiere von den DDR Kassetten. Mein Recorder damal zur Jugendweihe hat 1100 Mark gekostet! Shocked



kopfball Am Donnerstag erscheint die neue Super Illu (2,99€ ) mit DVD DIE DICKE TILLA. Es soll auch ein Bericht mit Carmen Sarge in der Zeitung sein. Darum werde ich die für uns besorgen und dann den Bericht hier online stellen.
Ich bestelle die Zeitung gleich morgen bei unseren Presseversand. Ich bekomme die Zeitung hier sonst nämlich nicht zu kaufen. Zumindest nicht mit DVD.
kopfball


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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Sep 15, 2012 6:06 pm

Hier der DIE DICKE TILLA ARTIKEL aus der Super Illu.

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Old Rein, der Original Film ist zu dir unterwegs. Cool

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BeitragThema: Re: Kommentare   Sa Sep 15, 2012 7:29 pm

Danke fürs Reinstellen!
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BeitragThema: Re: Kommentare   Mo Okt 15, 2012 5:52 am

Danke fuer den Erhalt!

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BeitragThema: Re: Kommentare   Mi Jan 11, 2017 12:43 pm

Erstens möchte ich sagen, dass ich den Film zu Hause habe und auch sehenswert finde.

Dass die Kinder nicht so gute Schauspieler waren, liegt wohl daran, dass die DDR keine Kinderstars wollte und Kinder immer nur in einem Film mitspielen durften. Woher also die Filmerfahrung nehmen? Kinder heute werden ja ständig gecastet und spielen in zig Filmen mit.
Die Kinder damals in der DDR waren einfach authentisch.

Hier mal ein Link dazu: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] .deutschlandradiokultur.de/die-ddr-wollte-keine-kinderstars.950.de.html?dram:article_id=140181
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BeitragThema: Re: Kommentare   Mi Jan 11, 2017 7:28 pm

Dass die ehem. sog. DDR kein Kindercasting machte, so wie man das heute tut, ist vorbildlich in sofern, dass keine Stars herangezuechtet werden, wenn man das mal so ausdruecken will.

Authentisch fand ich als damaliger Westberliner die ostdeutschen Schauspieler nie, sondern genau das Gegenteil;  das war immer nur zum Abschalten.  Wenn sowas wirklich authentisch war, dann hatten sich die Ostdeutschen soweit bereits von den Westdeutschen geistlich entfernt, dass ich selbst keinen Wunsch verspuerte, jemals mit solchen Menschen wieder zusammentreffen zu wollen.  

Ich bin in diesen Dingen mit den damaligen Verhaeltnissen leider sehr konkret und scharf, wie in sonst kaum was anderem.  Und das tut mir leid, wenn ich da bei jemandem anstosse deswegen.  Aber so wie ich empfanden das auch fast alle anderen Westberliner.  Und deshalb ueberlebten wir diese Zeit damals.

Fuer mich ist Film eine Form von Kunst und Unterhaltung.

Ein Vergleich, der auch "Kunst" und "Unterhaltung" beeinhaltet und deshalb als akzeptabler Vergleich herangezogen werden kann:  Polen nach dem II. Weltkrieg hasste die Deutschen und auch die Russen.  Deutsche Musik in Polen wurde nicht gespielt, vor allem aber keine deutsche Volksmusik.  Russische Musik war ebenso verpoent.  Musik ist eine Identifikation mit der anderen Nation, mit welcher man gerade Schlimmes hatte durchmachen muessen.  

Ich bin noch heute erstaunt, dass die Don Kossacken in Westdeutschland so populaer waren.  Und dann kam sogar der Westberliner Ivan Rebroff......   Erstaunlich, wie bestimmte Dinge sich trotz allem gegen die Vernunft richten.

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